Unweit von Hardegsen liegt der Solling, ein kleineres Mittelgebirge mit Erhebungen bis knapp 530 m. Hardegsen wird auch das Tor zum Solling genannt. Der Solling ist in seiner Gänze in Niedersachsen gelegen, nur die letzten südlichen Ausläufer ragen nach Nordrhein-Westfalen und Hessen hinein. Gemeinsam mit dem Gebirgszug Vogler bildet er den so genannten Naturpark Solling-Vogler. Andere größere Orte am Rande des Solling sind Uslar, Höxter und Holzminden. Im Westen stellt das obere Wesertal die natürliche Begrenzung des Sollings dar. Das Gebirge besteht aus Buntsandstein, einem Sandstein mit deutlich rötlicher Einfärbung. Die Höhenlagen von mehr als 400 m werden Hochsolling genannt. Sein Erscheinungsbild wird von durchgehender Bewaldung geprägt, wobei die Fichtenbestände dominieren aber auch Buchenareale vorzufinden sind. Ein besonderes Merkmal des Bewaldungsbildes stellen markante Alleen alter Eichen dar.
Besonders zum Wandern ist der Solling gut geeignet. Hierher kommen aber auch viele Biker. Dieses kleine Mittelgebirge ist unter Insidern ein Geheimtip, da die kurvenreichen und mit beträchtlichen Steigungen und Gefällen versehenen Straßen hohen Fahrspaß versprechen, zumal sie wenig befahren sind. Auch für Moutainbiker gibt es einen Rundkurs bei Neuhaus. Die Gegend ist recht sparsam besiedelt, so dass sich in den Wäldern einheimisches Wild sehr wohl fühlt. Im Herbst während der Brunftzeit kann man sogar von Parkplätzen aus das Röhren der Hirsche hören. Weitere beliebte Ausflugsziele sind das bei Silberborn gelegene Hochmoor Mecklenbruch (Naturschutzgebiet) und der Aussichtsturm Hochsolling, zwischen Neuhaus und Silberborn gelegen. Zu nennen wären noch der Wildpark Neuhaus und der Harzblickturm nahe Uslar-Vahle. Der Solling zeichnet sich durch einen hohen Erholungswert aus, da er touristisch lange nicht so überlaufen ist wie sein höheres Schwestergebirge, der Harz.